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	<title>Tabadul Blog</title>
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	<description>The German Iraqi Exchange Blog</description>
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		<title>Auf ein Wiedersehen im Herbst</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 12:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein letzter Abend in Erbil ist angebrochen und ich bin ein wenig traurig, denn wir hätten noch so viele Termine wahrnehmen und Verabredungen treffen können, es wäre noch so viel zu tun gewesen. Ok, ich tröste mich damit, dass die Idee unseres Konsultationsbüros bei allen, denen wir sie in den vergangenen Wochen vorstellen konnten, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0359.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-132" title="DSCF0359" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0359-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Mein letzter Abend in Erbil ist angebrochen und ich bin ein wenig traurig, denn wir hätten noch so viele Termine wahrnehmen und Verabredungen treffen können, es wäre noch so viel zu tun gewesen. Ok, ich tröste mich damit, dass die Idee unseres Konsultationsbüros bei allen, denen wir sie in den vergangenen Wochen vorstellen konnten, so gut angekommen ist. Wir werden viel kompetente Unterstützung bekommen, da bin ich nach meinem Aufenthalt hier sehr zuversichtlich.</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0357.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-134" title="DSCF0357" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0357-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0392.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-140" title="DSCF0392" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0392-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><br />
Und wir hoffen, mit dem Büro einen konstruktiven Beitrag zum Sanierungsprozess der Zitadelle und der Pufferzone leisten zu können. So, dass am Ende alle zufrieden sind, und die Zitadelle zugleich als anerkanntes Weltkulturerbe glänzen kann und als das lebendige Zentrum einer modernen Stadt wahrgenommen wird.</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0335.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-135" title="DSCF0335" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0335-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0299.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-139" title="DSCF0299" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0299-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><br />
Also, wenn ich meine Arbeit hier nun Revue passieren lasse, denke ich schon, dass das Ziel meiner Exkursion erreicht ist. Wenn ich wieder in Berlin bin, werde ich mein Material weiter auswerten und natürlich meine neu gewonnenen Kontakte pflegen. Und zum Schluss noch dies:<br />
Ich glaube, eine Reise kann man dann als besonders gelungen betrachten, wenn an ihrem Ende bereits die Planung für die nächste Reise steht. Bei mir ist das der Fall, denn schon im Herbst werde ich nach Erbil zurückkehren. Das Konsultations- und Planungsbüro soll dann bereits eröffnet sein. Mal sehen, wie es weitergeht&#8230;</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0349.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-136" title="DSCF0349" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0349-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0400.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-133" title="DSCF0400" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0400-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0342.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-141" title="DSCF0342" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0342-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Abschied mit viel Vorfreude</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 09:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Reise geht ihrem Ende entgegen. Bei den vielen, vielen Meetings und Rundgängen und Ausflügen haben wir eine ganze Menge Material zusammenbekommen. Wir sichten jetzt bereits die Protokolle, die Grundlage unserer weiteren Arbeit sein werden. Es ist so viel passiert in dieser Zeit in Erbil. Und durch unsere neuen beziehungsweise vertieften Kontakte zu den Menschen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/arbil-0731.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-128" title="arbil 073" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/arbil-0731-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die Reise geht ihrem Ende entgegen. Bei den vielen, vielen Meetings und Rundgängen und Ausflügen haben wir eine ganze Menge Material zusammenbekommen. Wir sichten jetzt bereits die Protokolle, die Grundlage unserer weiteren Arbeit sein werden.<br />
<a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/arbil-077.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-119" title="arbil 077" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/arbil-077-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Es ist so viel passiert in dieser Zeit in Erbil. Und durch unsere neuen beziehungsweise vertieften Kontakte zu den Menschen, die hier leben und arbeiten, sind wir sindguter Dinge, dass wir unser Projekt fortführen und hier vor Ort ein Büro etablieren können. Fest steht ja, dass die weitere Entwicklung der Zitadelle und der Pufferzone um sie herum eine anspruchsvolle und langwierige Aufgabe ist. Wenn all die Satelliten-Siedlungen um Erbil herum längst fertig gebaut und bezogen sein werden, dann wird es in der historischen Altstadt immer noch viel zu tun geben.</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0031.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-123" title="DSCF0031" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0031-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Unser Arbeitsschwerpunkt wird es sein, für ein produktives Zusammenspiel aller Beteiligten zu sorgen, alle Interessengruppen immer wieder an einen Tisch zu bringen, damit aller Belange berücksichtigt und in Konfliktfällen Kompromisse gefunden werden können. Es ist wirklich wichtig, dass diese Lücke in der Kommunikation geschlossen wird. Und nach meinem Eindruck empfanden alle Parteien, die wir bislang angesprochen haben, diesen Ansatz eines Planungs- und Konsultationsbüros als sehr konstruktiv.<br />
<a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0157.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-120" title="DSCF0157" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0157-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Ich freue mich jedenfalls auf die weitere Arbeit und darauf, auch künftig mitverfolgen und ein bisschen sogar mitgestalten zu können, wie es mit der Zitadelle weitergeht.</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0155.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-121" title="DSCF0155" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0155-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0105.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-122" title="DSCF0105" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0105-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Marmorrausch in Dreamcity</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 08:13:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz nach den Streifzügen durch die uralten Gemäuer der Zitadelle haben wir einen kleinen Ausflug gemacht und ein echtes Kontrastprogramm erlebt. Dazu mussten wir uns gar nicht weit von Erbil weg bewegen. Denn nur ungefähr eine halbe Stunde Autofahrt vom Stadtzentrum entfernt breiten sich überall rund um Erbil herum imposante Großbaustellen aus. Für die Satelliten-Siedlungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/arbil-400.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-114" title="arbil 400" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/arbil-400-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Kurz nach den Streifzügen durch die uralten Gemäuer der Zitadelle haben wir einen kleinen Ausflug gemacht und ein echtes Kontrastprogramm erlebt. Dazu mussten wir uns gar nicht weit von Erbil weg bewegen. Denn nur ungefähr eine halbe Stunde Autofahrt vom Stadtzentrum entfernt breiten sich überall rund um Erbil herum imposante Großbaustellen aus. Für die Satelliten-Siedlungen, die dort hochgezogen werden, existiert zwar kein Masterplan, trotzdem gibt es bereits ungefähr vierzig von ihnen. Sie tragen Namen wie Dreamcity oder French Village, sind Ansammlungen eher protziger, denn dezenter Wohnhäuser und meist als Gated Communities angelegt.</p>
<p>In Dreamcity haben wir den Rohbau einer Villa mit 700 Quadratmeter Wohnfläche besichtigt, alles vollkommen mit Marmor eingerichtet – und in seiner Größe auf interessante Art übersichtlich, da innen an Mauerwerk gespart wurde. Diese Villa ist beileibe keine Ausnahme, in Dreamcity entstehen die meisten Häuser nach vergleichbaren Entwürfen. Ein derartig zur Schau gestellter Reichtum wie in diesen Satelliten bildet einen so beeindruckenden wie beklemmenden Kontrast zur Armut und dem Verfalls, die in der alten Stadt herrschen.</p>
<p>Da es in diesen Gated Communities keinen öffentlichen Personennahverkehr gibt, sind die Bewohner abhängig von ihren Autos. Aber natürlich sind diese Inseln der Reichen sowohl miteinander als auch mit den zahlreichen Einkaufszentren im Umkreis der Stadt durch ein gutes Straßennetz verbunden. Das wirkt alles sehr großzügig und sehr amerikanisch. Erbils Innenstadt hingegen platzt aus allen Nähten und leidet unter einem viel zu dichten Autoverkehr.</p>
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		<title>Wer ist eigentlich Mehsin?</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 08:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wichtig Mehsin Omar Ali für meine wissenschaftliche Arbeit und überhaupt für meinen Aufenthalt hier in Erbil ist, habe ich ja bereits erwähnt. Nun möchte ich doch auch noch etwas mehr von meinem Mentor und Kollegen erzählen. Mehsin Ali ist gebürtiger Kurde und im Irak aufgewachsen. Von Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/MehsinOmarAli.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-111" title="MehsinOmarAli" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/MehsinOmarAli-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Wie wichtig Mehsin Omar Ali für meine wissenschaftliche Arbeit und überhaupt für meinen Aufenthalt hier in Erbil ist, habe ich ja bereits erwähnt. Nun möchte ich doch auch noch etwas mehr von meinem Mentor und Kollegen erzählen. Mehsin Ali ist gebürtiger Kurde und im Irak aufgewachsen. Von Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahren studierte er an der Universität in Erbil und machte dort 1984 seinen Abschluss als Bauingenieur. Danach arbeitete er in seiner Heimat in seinem Beruf, bis er den Irak verlassen musste und nach Berlin kam. In Deutschland wurde Mehsins Ausbildung jedoch nicht anerkannt. Er tat, was viele aus ihren Heimatländern geflüchtete Akademiker in Deutschland tun: Er wurde Taxifahrer. Als selbstständiger Unternehmer konnte er seine im Laufe der Jahre auf sechs Mitglieder anwachsende Familie ernähren.<br />
2006 nahm Mehsin sein Studium an der Technischen Universität Berlin auf, er belegte den Masterstudiengang Urban Design an der Habitat Unit. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit Erbils Altstadtquartier Arab und die Zitadelle beendete. Seit Ende vergangenen Jahres arbeitet Mehsin nun wieder in Erbil und zwar als Dozent an der Salahaddin University of Fine Arts sowie als Ingenieur in der Bauleitplanung. Wenn es seine Zeit zulässt, pendelt Mehsin zwischen seinem Arbeitsplatz Erbil und Berlin, wo seine Familie nach wie vor lebt.<br />
Hier in Erbil ist Mehsin sehr gut vernetzt, das ist wirklich beeindruckend und für unsere Arbeit ein großer Gewinn. Von der Stadtverwaltung über Planungsbüros bis hin zu Organen der Vereinten Nationen &#8211; überall kennt er jemanden. Sehr hilfreich für unser Projekt sind auch Mehsins Kontakte zu Einheimischen, die vom Sanierungsprojekt betroffen sind. Viele von ihnen hat er kennen gelernt, als er seine Masterarbeit geschrieben hat.</p>
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		<title>Siebentausend Jahre Stilmix</title>
		<link>http://blog.tabadul.de/2012/04/siebentausend-jahre-stilmix/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß zwar, dass all die Besprechungen nötig und wichtig sind, die wir hier mit den verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltung und anderen Beteiligten des Sanierungsprojektes haben, aber viel spannender als diese Treffen ist es, durch die Stadt zu streifen. Oder noch besser: wie gestern von einem Mitarbeiter der „High Commission for Erbil Citadel Revitalization“ (HCECR) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/blick-von-der-zitadelle2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-107" title="blick von der zitadelle" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/blick-von-der-zitadelle2-212x300.jpg" alt="" width="212" height="300" /></a>Ich weiß zwar, dass all die Besprechungen nötig und wichtig sind, die wir hier mit den verschiedenen Abteilungen der Stadtverwaltung und anderen Beteiligten des Sanierungsprojektes haben, aber viel spannender als diese Treffen ist es, durch die Stadt zu streifen. Oder noch besser: wie gestern von einem Mitarbeiter der „High Commission for Erbil Citadel Revitalization“ (HCECR) in die gesperrten Bereiche der Zitadelle geführt zu werden. Was ich dort gesehen habe, ist einfach unglaublich. Im Verlauf von sieben Jahrtausenden (!) sind auf diesem fast 30 Meter über der Stadt liegenden Plateau die unterschiedlichsten Baustile zusammengekommen. Und das nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander. Denn in dieser kaum vorstellbar langen Zeit sind auf den Ruinen verfallender und eingestürzter Gebäude immer wieder neue Gebäude entstanden. Aktuelle Schätzungen besagen, dass auf der zehn Hektar großen Gesamtfläche der Zitadelle 500 Gebäude stehen.<br />
Nachdem archäologische Untersuchungen abgeschlossen und die letzten Bewohner vor Jahren fortgezogen sind, soll aus den Ruinen der Zitadelle ein attraktives Großraummuseum werden.<br />
Der Stand der Dinge im Moment ist dieser: Einige große Hofhäuser sind zwar schon fast fertig saniert, doch für das komplette Projekt fehlt es schlichtweg an Geld. Man muss dabei auch bedenken, dass es dramatische und kostspielige Probleme gibt, die man von außen gar nicht sieht: viele Fundamente erodieren, viele Häuser sind von Wasser unterspült. Es bedeutet einen enormen Aufwand, diesen Zerstörungsprozess aufzuhalten.<br />
Immerhin hat sich gezeigt, dass es ein effektiver Ansatz ist, bei der Sanierung moderne Baumaterialien und alte Ziegel zu kombinieren. Nebenbei werden die Gebäude auch für die heutigen Bedürfnisse der Menschen eingerichtet. Das bedeutet zum Beispiel neue Verkabelung und teilweise auch modernere Innenraumgestaltung.<br />
Die Zitadelle soll eine Stätte für historische Erkundungen und eine Stätte der Begegnung werden. Gastronomie ist ebenso geplant wie ein weit gefächertes kulturelles Angebot mit bildender Kunst, Literatur und Musik. Und vielleicht wird es sogar gelingen, traditionelles Handwerk und Kunsthandwerk wieder anzusiedeln.<br />
Es ist noch ein langer, langer Weg. Für die Zitadelle aber ist es ingedenk ihres Lebensalters nur ein Wimpernschlag in ihrer Geschichte.</p>
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		<title>Auferstehen aus Ruinen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 05:49:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Was mich immer mehr fasziniert, je öfter ich durch die Straßen Erbils streife, ist, wie sich die ältesten Quartiere der Stadt als Lebens- und Wohnraum erhalten haben. Und das, obwohl der Zustand der Gebäude in diesen Vierteln irgendwo zwischen ruinös und desaströs zu verorten ist. Selbst die Zitadelle verfällt ja dramatisch und kann bislang nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0191.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-94" title="DSCF0191" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0191-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Was mich immer mehr fasziniert, je öfter ich durch die Straßen Erbils streife, ist, wie sich die ältesten Quartiere der Stadt als Lebens- und Wohnraum erhalten haben. Und das, obwohl der Zustand der Gebäude in diesen Vierteln irgendwo zwischen ruinös und desaströs zu verorten ist.</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0160.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-95" title="DSCF0160" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0160-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Selbst die Zitadelle verfällt ja dramatisch und kann bislang nur notdürftig geschützt werden. Seit ich hier vor Ort bin, begreife ich immer besser: So sehr die hiesige „High Commission for Erbil Citadel Revitalization“ den Verfall der Zitadelle aufhalten und dem dramatischen Verlust der Bausubstanz ein Ende setzen – es dauert einfach, bis alle Kräfte gebündelt sind. Erst wenn das geglückt ist, kann man eine derart groß angelegte Restaurierung wirklich in Angriff nehmen. Bis es endlich soweit ist, wird der Maßnahmenkatalog der UNESCO vorliegen, der definiert, was und wie in der Zitadelle und in der Pufferzone um die Zitadelle herum gebaut werden darf – und was nicht. Damit wird dann auch dem derzeitigen Wildwuchs der Planung und Bautätigkeit in der Innenstadt ein Riegel vorgeschoben. Und: Bestand und Milieu werden geschützt.</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0187.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-99" title="DSCF0187" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0187-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Jedenfalls wenn die Vorgaben korrekt umgesetzt werden, um sowohl der soziokulturellen Entwicklung als auch der historischen Bedeutung des Ortes gerecht zu werden. Die Planungen sind nach wie vor in vollem Gange. Ich hoffe, bald über ein paar mehr Details erzählen zu können.</p>
<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0196.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-100" title="DSCF0196" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/DSCF0196-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Der Scheinriese</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 07:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zitadelle ist wie ein Scheinriese: Wenn man in der Stadt unterwegs ist und aus einiger Distanz auf diese Festung schaut, sehen die Fassaden noch gut und die gesamte Anlage eindrucksvoll aus. Die Erosionen unterhalb der Fundamente sind schließlich nur aus der Nähe zu erkennen. In den Quartieren direkt unterhalb der Zitadelle aber brechen immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/vor-der-zitadelle-III1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-90" title="vor der zitadelle III" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/vor-der-zitadelle-III1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Die Zitadelle ist wie ein Scheinriese: Wenn man in der Stadt unterwegs ist und aus einiger Distanz auf diese Festung schaut, sehen die Fassaden noch gut und die gesamte Anlage eindrucksvoll aus. Die Erosionen unterhalb der Fundamente sind schließlich nur aus der Nähe zu erkennen. In den Quartieren direkt unterhalb der Zitadelle aber brechen immer wieder ganze Häuser zusammen. Manchmal werden diese Gelände geräumt und als Parkplätze genutzt, oft entstehen auf diesen Ruinen wilde Müllkippen. Beobachtungen wie diese fließen natürlich in unsere Bestandsaufnahme. Denn wir müssen im Auge behalten, dass die UNESCO-Kriterien erfüllt werden, damit die Zitadelle eines Tages als Weltkulturerbe anerkannt wird.<br />
Wenn man sich die Zitadelle aus der Nähe ansieht, schrumpft sie zu einem Ruinenfeld zusammen, man kann es nicht anders sagen. Bei mehreren langen Spaziergängen in den letzten Tagen habe ich das ganze Ausmaß des Verfalls wahrnehmen müssen. Hier können vernünftigerweise derzeit keine Menschen wohnen, auch alle Büros des Sanierungsprojekt sind in eigens aufgestellten Containern untergebracht.</p>
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		<title>Treffen mit dem Sheik</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 20:39:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Einen Tag nach unserem Treffen beim Bürgermeister besuchten wir Arab, das älteste Viertel in Erbils Zentrum. Dort trafen wir auf einen Scheich, dessen Familie seit 150 Jahre in Arab wohnt &#8211; und er war trotzdem nicht informiert über die jetzigen Planungen. Er hatte wirklich überhaupt keine Ahnung! Wir waren schockiert und begannen sofort, ihm die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/derscheich3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-81" title="derscheich" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/derscheich3-203x300.jpg" alt="" width="203" height="300" /></a>Einen Tag nach unserem Treffen beim Bürgermeister besuchten wir Arab, das älteste Viertel in Erbils Zentrum. Dort trafen wir auf einen Scheich, dessen Familie seit 150 Jahre in Arab wohnt &#8211; und er war trotzdem nicht informiert über die jetzigen Planungen. Er hatte wirklich überhaupt keine Ahnung! Wir waren schockiert und begannen sofort, ihm die wichtigsten Aspekte des Projektes zu erläutern. Jeder Stadtplaner weiß, wie wichtig es ist, die betroffene Bevölkerung frühzeitig und umfassend über ein Sanierungsprojekt zu informieren. Offenbar muss diese Arbeit, zumindest teilweise, hier in Erbil jetzt noch nachgeholt werden. Parallel muss es auch Qualifizierungsmaßnahmen geben für die Architekten, Planer und Bauingenieure, die an der Sanierung dieses potentiellen Weltkulturerbes arbeiten. Außerdem sollen Stadtteilbüros entstehen, die den hier lebenden Menschen anhand der UNESCO-Richtlinien nahebringen, wie das Sanierungsprojekt um Zitadelle und Pufferzone konzipiert wird. Im Idealfall könnten diese Büros darüber hinaus Treffpunkte in der Nachbarschaft werden, in denen Mieter und Eigentümer, Investoren und Planer zusammen kommen und sich über ihre Vorstellungen austauschen. Wie gesagt: im Idealfall. Je größer die Transparenz eines Sanierungsprojektes und je besser die soziokulturelle Verankerung, desto erfolgversprechender ist das gesamte Vorhaben. Erst recht ein so kompliziertes und spektakuläres wie dieses. Eigentlich versteht sich das ja von selbst, man muss diese Aufklärungsarbeit aber eben auch vor Ort konsequent angehen. Bei dem alteingesessenen Scheich hatten wir jedenfalls mit unserer improvisierten Informationsveranstaltung Erfolg. Nachdem er uns zum Essen eingeladen hatte, sagte er uns seine Unterstützung zu.</p>
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		<title>Die ersten Schritte</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 04:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich in den ersten Tagen eine provisorische Unterkunft hatte, bin ich nun in ein kleines Hotel im Zentrum Erbils gezogen. Der Nachteil: zwei Tage ohne funktionierendes W-Lan. Nachdem dieses Problem ist erledigt ist, bleibt ein großer Vorteil: Das Hotel liegt direkt am Fuß der Zitadelle. Finanziert wird meine Unterkunft übrigens von der hiesigen Stadtverwaltung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/dieQualaZitdelle1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-71" title="dieQualaZitdelle" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/dieQualaZitdelle1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Nachdem ich in den ersten Tagen eine provisorische Unterkunft hatte, bin ich nun in ein kleines Hotel im Zentrum Erbils gezogen. Der Nachteil: zwei Tage ohne funktionierendes W-Lan. Nachdem dieses Problem ist erledigt ist, bleibt ein großer Vorteil: Das Hotel liegt direkt am Fuß der Zitadelle. Finanziert wird meine Unterkunft übrigens von der hiesigen Stadtverwaltung. Wir haben dem stellvertretenden Bürgermeister einen Besuch abgestattet und bekamen so &#8211; auf dem kurzen Dienstweg sozusagen &#8211; seine Zusage, meine Arbeit hier in Erbil zu unterstützen. Unter anderem durch die Übernahme meiner Hotelkosten. Das Gespräch war kurz, aber ich empfand es schon als sehr vertrauensvoll.</p>
<p>Inzwischen waren wir sogar noch einmal beim Bürgermeister eingeladen, zu einem Treffen mit weiteren Experten, die sich mit der Zitadelle und der Pufferzone beschäftigen. Zum einen sind dies Kollegen von der Technischen Universität Berlin, die sich mit historischer Architektur befassen. Sie haben ein Aufmaß der Suk gemacht und stellen ihre Forschungsergebnisse der High Commission for Erbil Citadel Revitalization (HCECR) zur Verfügung. Vorarbeiten wie diese sind wichtig für die Gestaltung der Pufferzone um die Zitadelle. Außerdem präsentierte sich bei der  Besprechung im Bürgermeisteramt ein Planungsbüro, das im Auftrag der UNESCO Richtlinien für das gesamte Plangebiet erstellt. Etwa, was die Höhe der Gebäude oder auch die zu nutzenden Baumaterialien betrifft. Dieses Büro stellt  einen Katalog zusammen, der auf englisch, arabisch und kurdisch veröffentlicht  wird und als Grundlage der kommenden Bebauung, Sanierung und Erschließung dient. Ziel ist es, dass durch die Kubatur sowie die Beschränkung der Gebäudehöhe auf lediglich zehn Meter die Zitadelle auch in Zukunft unverbaut als Zentrum der Stadt erkennbar sein wird.</p>
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		<title>Endlich in Erbil</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 09:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen bin ich in Erbil eingetroffen und habe endlich ein bisschen Zeit, um zu erzählen, wie sich mein Aufenthalt und meine Arbeit hier anlassen. Also: Die ersten Tage in dieser Stadt sind für mich aufregend und eindrucksvoll und, na ja, auch  ganz schön anstrengend gewesen. So wie es schon die Anreise war. Nachdem die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/gebirge-bei-mardin.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-64" title="gebirge bei mardin" src="http://blog.tabadul.de/wp-content/uploads/2012/04/gebirge-bei-mardin-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Inzwischen bin ich in Erbil eingetroffen und habe endlich ein bisschen Zeit, um zu erzählen, wie sich mein Aufenthalt und meine Arbeit hier anlassen. Also: Die ersten Tage in dieser Stadt sind für mich aufregend und eindrucksvoll und, na ja, auch  ganz schön anstrengend gewesen. So wie es schon die Anreise war. Nachdem die sich vergangene Woche kurzfristig um einen Tag verzögerte, nahmen wir am Donnerstag einen Nachtflug von Berlin nach Istanbul und bekamen dort nach nervig langer Wartezeit schließlich einen Anschlussflug nach Diyarbakir. Von dort setzten wir die Reise wie geplant mit dem Auto fort. Wir fuhren tagsüber entlang der türkisch-syrischen Grenze und passierten dabei zahllose Baustellen &#8211; und Lastwagen. Diese Strecke nach Kurdistan-Irak ist eine wichtige und viel befahrene Transportroute, auf der sich Kilometer um Kilometer Lastwagen an Lastwagen reiht. Zum Glück können PKW auf der zweispurigen Fahrbahn überholen und müssen sich nicht in die träge Karawane einreihen.</p>
<p>Die Nacht war bereits eingebrochen, als wir die türkisch-irakische Grenze erreichten. Die anschließende Weiterfahrt in der völligen Dunkelheit der Berge hatte es in sich, denn manche Straßen sind in einem miserablen Zustand und daher eine echte Herausforderung. Mein Gastgeber und ich setzten einen Journalisten, der uns seit Istanbul begleitet hatte, kurz vor Dohuk ab. Wir werden ihn später in Erbil wiedertreffen. Kurz vor drei Uhr morgens erreichten wir nach 27stündiger Reise endlich Erbil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am nächsten Tag wurde ich bei einem ausgedehnten Stadtspaziergang erst einmal ausgerüstet: mit einem Prepaid-Handy, einem Wlan-Stick, einem Stadtplan und dann zu meiner persönlichen Stärkung: mit Kebab. Anschließend machten mein Kollege und Mentor Mehsin Ali und ich einen Rundgang durch das alte und das neue Erbil.  Mehsin Alis Hintergrundinformationen waren für mich natürlich sehr lehrreich. Während wir die Stadt erkundeten, sprachen wir intensiv über die baulichen Maßnahmen und die  Sanierungsarbeiten. Ehrlich gesagt hat mich eines einigermaßen erstaunt und nicht gerade begeistert: Nach meinem ersten Eindruck geht man bei der Errichtung von Neubauten solider zu Werke als bei den Arbeiten, die dem Erhalt der Zitadelle dienen.</p>
<p>Nun, in den nächsten Tagen und Wochen werden wir Zeit und Gelegenheit haben, genauer zu überprüfen, ob diese ersten, ja insgesamt noch oberflächlichen Beobachtungen tatsächlich zutreffen. Der Fokus von Mehsin Alis und meiner Auseinandersetzung mit der Sanierung Erbils liegt ja wie ich schon erzählt habe, auf der Frage, wie sich eine Brücke vom Erhalt des historischen Bestands der Zitadelle und der alten Stadtquartiere zu den Anforderungen des 21. Jahrhunderts für Anwohner und Besucher schlagen lässt. Wir haben viel Arbeit vor uns. Und ich bin unheimlich gespannt, wie der Austausch mit den Fachleuten vor Ort funktionieren wird.</p>
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